Diese Innenweltreise dient der Dokumentation der Grundlagenforschung der Wirkungsweise zur Psychobionik und stellt keine Werbemassnahme da, sondern dient der Informationsaufklärung des kritischen Verbrauchers. Alle verwendeten Krankheitsbegriffe sind laienhaft gemeint und wurden entweder von einem Arzt oder Heilpraktiker gestellt und vom Klienten mitgeteilt. Für die Arbeit des Synergetik-Profiler spielen Krankheitsbilder prinzipiell keine Rolle.Zusammenfassung der Innenweltreise zum besseren Verständnis für den informationsbereiten und mündigen Bürger: DepressionGeburt wieder erlebenDer Klient ist depressiv. In einer Einzelsitzung erlebt noch einmal die Zeit vor, während und direkt nach seiner Geburt. Er beschreibt detailliert die Empfindungen und Gefühle seiner Mutter und wie er die Stimmung im Umfeld wahrnimmt. |
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Kl: Ich bin 3 und ich seh jetzt gerade, wie meine Schwester geboren wird und wie ich dann ans Gitter renne und rumheule und total ausflippe. Ja, ich bin total wütend, weil jetzt meine Schwester geboren ist. Ich möchte sie am liebsten loswerden. Das paßt mir überhaupt nicht. Und ich hab jetzt das Bild vor Augen, wie ich mit einem Jahr auf dem Schoß meines Vaters sitze. Also, mein Vater hat dabei ein ganz nettes Gesicht. Man sieht, er ist stolz darauf, daß er mich hat als Sohn, aber ich hab traurige Augen. ... Und jetzt kommt mir gerade in den Sinn, was mir meine Mutter vor etwa eineinhalb Jahren erzählt hat. Ich hab sie einfach mal darauf angesprochen, auf die Zeit vor meiner Geburt. Ja, meine Mutter ist auch depressiv, solange ich sie kenne, es ist auch diese Traurigkeit, wie bei mir. Ja, sie ist auch sehr traurig. Sie wird halt von meiner Oma fertiggemacht, von der Mutter meines Vaters. Sie ist auch so unwirsch, aggressiv, voller negativer Gewalt, sie tyrannisiert meine Mutter. Meine Mutter muß hart arbeiten. Sie muß mit meiner Oma zusammen arbeiten. Sie haben den gleichen Job, sie ist ständig mit dieser Frau zusammen. Sie wohnt mit ihr zusammen, eben mit meinem Vater. Sie erlebt extremen Streß, sie ist auch immer total fertig. Sie ist zwar noch jung und voller Kraft, aber sie sehnt sich nach Liebe, nach dieser Wärme, aber sie bekommt das nicht. Weder von meinem Vater, noch von dieser Oma. Im Gegenteil, sie will am liebsten abhauen, sich aus dem Staub machen, zu ihrer Verwandtschaft zurückrennen. Meine Mutter ist so abhängig von meinem Vater. Sie sind noch nicht verheiratet, aber meine Mutter ist so unselbständig, sie traut sich nicht zu, noch einen anderen Mann zu finden. Ja, sie sieht, daß der Mann brutal ist, was er Gewalttätiges hat, andererseits hat sie eine Sicherheit bei ihm. Der Mann gibt ihr ne Sicherheit, die sie sonst kaum wagt zu bekommen. Und sie wagt es deshalb auch nicht, sich aufzulehnen oder irgendetwas zu machen. Sie ist wie gelähmt. Sie kann sich auch nicht gegen diese Oma wehren. Sie wird ständig bedrängt, und diese Oma ist jähzornig, schnauzt da herum und ... ja meine Mutter hat mich im Leibe und sie hat irgendwo Angst um mich, sie fühlt sich unwohl, bedrängt, in die Zange genommen, in die Ecke gedrückt, an die Wand, und sie weiß nicht, wie sie damit zurechtkommen soll. Sie arbeitet weiter und ja, es geht dann auf meine Geburt zu, und sie arbeitet immer noch. Zehn, zwölf Stunden, und wenn sie abends dann erschöpft nach Hause kommt, dann noch mithelfen im Haushalt. Th: Ja. Spür mal, wie geht es dir im Bauch, was kannst du wahrnehmen? Wie hält sie Kontakt zu dir? Kl: Also, ich spüre, daß mich meine Mutter sehr lieb hat. Ich spür schon die Wärme meiner Mutter, aber ich spüre auch, wie es meiner Mutter sehr schlecht geht. Ich merke das, wie sie sich nach Liebe und Wärme sehnt. Ich spüre, daß sie da bedrängt wird.
Th: Kannst du wahrnehmen, wie du dort im Bauch bist. Geh mal dorthin mit deinem Bewußtsein. Kl: Ich bin - Moment, ich kann das schlecht sagen - teilweise außerhalb, schwer zu sagen. Th: Was passiert drin. Wie ist die Verbindung zwischen dir und deiner Mutter? Wie geht es ihr? Kl: Ich kann nur wahrnehmen, daß sie total traurig ist, und sie hat Angst. Sie hat Angst vor meinem Vater, er schnauzt sie so an, sie kann sich nicht wehren, sie weiß nicht, was sie sagen soll. Sie ist total verwirrt. Er steht vor ihr und schnauzt sie an, total aggressiv. Er sagt zu ihr: „Was hast du jetzt denn schon wieder für ‘ne Scheiße gemacht, ich habe es dir doch schon tausendmal gesagt. Reiß dich mal zusammen." Th: Geh mal mit deinem Bewußtsein zu dem Zeitpunkt kurz vor deiner Geburt. Kl: Ja, es ist unheimlich viel Hektik und Streß. Ja, es sind total viele Aktionen und wir ziehen gerade in eine neue Wohnung ein. Mein Vater ist besonders unbeherrscht, weil einfach durch diese Umzieherei fühlt er sich noch gereizter. Meine Mutter klagt über Bauchschmerzen. Sie fühlt sich nicht gut mit ihren Schwindelgefühlen. Es fängt an, dunkel zu werden, meiner Mutter geht es immer noch nicht besser. Th: Was geschieht? Was nimmst du wahr und wie nimmst du es wahr? Kl: Ich nehme im Moment nur Unruhe wahr, unheimlich viel Unruhe. Meine Mutter ist total unruhig. Sie ist nervös und hat Schweißausbrüche. Ich kann mir nicht vorstellen, warum... Sie versucht sich hinzulegen und zur Ruhe zu kommen, aber ... ja, sie ist so aufgewühlt, da ist an Schlaf und Ruhe nicht zu denken. Sie bekommt Schmerzen im Unterleib, so Krämpfe, fängt am ganzen Körper an zu zittern. Ich versuche im Moment zu sehen, was mein Vater macht. Ich sehe das nicht, ich sehe nur, wie er hin und herschleicht im Zimmer, weil er nicht weiß, was er machen soll. Er ist ebenfalls unruhig, also schlechter Stimmung und ... ich sehe jetzt nur noch diesen Blaulichtwagen, wie er vor unserem Haus hochfährt, wie sie meine Mutter dann auf der Trage tragen, wie sie dann ins Krankenhaus fahren. ... Ja, meine Mutter liegt jetzt da auf diesem ... sie hat die Beine gespreizt. Sie ist irgendwo in so einem OP-Saal, da sind so Lichter. Pflegepersonal um sie herum. ... Ich seh nur, wie sie Schweißausbrüche hat und total verkrampft ist. Th: Wie nimmst du dich wahr? Kl: Im Moment bin ich wieder außerhalb. Ich bin in diesem Raum drin und sehe meine Mutter da auf diesem Tisch liegen. Th: Wie ist dein Grundgefühl, was nimmst du wahr? Kl: Im Moment nehme ich nur diese gähnende Leere wahr. Mehr kann ich nicht sehen, so als wäre ich in einem Traumzustand. Ich fühl mich ja jetzt schon benommen... Ich spüre das Zittern meiner Mutter, diese Verkrampfung, wie sie bebt und vibriert. Th: Ihre Wehen? Kl: Ja, das ist ein ganz mächtiges Schütteln. Das ist so wellenartig. Als wär ich auf einem Schiff und als würde gerade ein heftiger Sturm wehen. Aber ich spüre im Moment nicht, was ich fühle. Ich nehm das nur wahr. Es ist jedenfalls sehr heftig. Ich fühl’ mich durchgeschüttelt und gerüttelt, ich weiß nicht, was los ist mit mir. ... Also sie spreizen die Vagina meiner Mutter und.. Th: Wer macht das? Ein Arzt, eine Hebamme? Kl: Rechts ist es eine Frau, eine Hebamme, und links ist ein Pfleger und ... ich seh das jetzt nicht so genau, ob sie das jetzt mit den Fingern machen. Es sieht aus, als hätten sie ein Gerät in der Hand. Ich seh das nur sehr skizzenhaft, sehr ... Ich seh, wie meine Mutter sich aufbäumt, ganz stark und ... Sie haben halt Probleme, da mitzukommen. Und zwei weitere versuchen, sie festzuhalten an den Armen. Sie drücken die Unterarme so runter. Meine Mutter schwitzt nur noch. Sie ist schweißgebadet und ... Ja, ich seh meinen Kopf, einen kleinen Kopf, der so rauskommt, und wie er richtig so ausgestoßen wird durch eine heftige Bewegung meiner Mutter und... Th: Siehst du es von außen? Kl: Ich seh es im Moment gerade von außen und ...ja, es kommt immer mehr von mir heraus und ... ja, jetzt auch die Beine und ein Fuß und alles. Ja, und eine Hebamme, die nimmt mich dann so raus in ihre Arme, hält mich da so fest, die Nabelschnur ist noch zu sehen. Die wird jetzt halt mit ‘ner Schere durchtrennt, und die machen da jetzt so einen Knoten hinein. Th: Und die machen das sofort? Kl: Ja, ich seh nur, daß die Hebamme mich da so rausnimmt und daß sie das sofort machen, ja. Keine längere Pause oder so. Th: Hörst du dich schreien? Kl: Ja, die Hebamme nimmt mich dann. Die klopfen mir dann auf den Rücken und, ich weiß nicht, auf den Bauch. Ja, diese Frau, die klopft mir da ... ja, auf die Brust klopft sie mir und auf den Rücken, beides. Und ich fang an zu schreien. Einfach so total laut und kräftig: „So, hier bin ich“! Th: Was ist dein erstes Gefühl? Wie ist dein Grundgefühl? Wie ist es, auf der Welt zu sein, angekommen zu sein? Was nimmst du wahr? Geh mal in dich hinein. Kl: Ich nehme irgendwo einen Schmerz wahr. Es ist ein sehr diffuser Schmerz. Es tut weh, daß ich da bin und, ja, ich hab das Empfinden, ich möchte am liebsten wieder mich verkriechen, wieder zurück. So das grelle Licht und das alles, das macht mich total fertig. Ja, ich habe immer Lust, mich zu verkriechen, wieder zurück, da wo ich hergekommen bin. Genau daran entsinne ich mich. Th: Was ist mit deiner Mutter? Kann sie dich wahrnehmen?
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